Einzelfallhilfe Märkisch - Oderland
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Mehr zum Thema Persönliches Budget

Im Kern lässt sich die Idee des Persönlichen Budgets recht schnell beschreiben: 

Leistungsberechtigte Hilfeempfänger (von der Eingliederungshilfe über Reha- und Krankenkassenleistungen bis hin zu pflegerischen Tätigkeiten) sollen in ihrer Selbstbestimmung, Wahlfreiheit und Lebensführung gestärkt werden. Sie sollen stärker in die Rolle des Kunden gestellt werden, die sich ihre Dienstleistung einkaufen können. Dass dies auch Nachteile und Gefahren birgt, soll nicht unerwähnt bleiben. 

 

Entweder eine Behinderung wurde bereits festgestellt und Leistungen werden bereits bezogen, oder es muss zunächst ein Hilfebedarf festgestellt werden. Bei der Suche nach der entsprechend zuständigen Stelle sollen alle beteiligten Kostenträger (Krankenkassen, Pflegekassen, Jugendamt, Sozialamt, Rentenkasse, etc.) behilflich sein. Eventuell kommen auch verschiedene Leistungen von unterschiedlichen Stellen in Frage. Kennt man den zuständigen Leistungsträger, sollte man diesen direkt kontaktieren. 

 

Nach vorliegender Begutachtung und Vereinbarung von Zielen zwischen Hilfeempfänger und Leistungsträger in Form einer Zielvereinbarung erhält der Kunde die Geldleistung auf sein Konto ausgezahlt, um den Beauftragten Leistungserbringer bezahlen zu können. Manchmal sind Pflegende Angehörige oder Gesetzliche Berufsbetreuer da. Diese können in der Regel die zeitintensiven Tätigkeiten nicht erbringen. Auch diese können sich am beschriebenen Verfahrensweg orientieren. Anstelle der Beauftragung eine Trägers der Wohlfahrtspflege wird dann ein Dienstleister selbst oder mit Hilfe gesucht. Vom Träger über Angehörige ist hier vieles möglich. 

 

Der Leistungsempfänger sollte Nachweise erhalten, um ggf. dem Amt die Verwendung des Geldes nachweisen zu können. Das klassiche Dreiecksverhältnis zwischen Leistungsempfänger, Leistungserbringer und Leistungsträger (Amt) wird hierdurch aufgelöst. 

 

Von Zeit zu Zeit ist eine Überpfüfung des Hilfebedarfes angezeigt. 

 

Risiken:

Im Zusammenhang mit meiner Existenzgründung bin ich durchaus auch auf Risiken und Vorbehalte gegenüber dem Persönlichen Budget gestossen. Dies mag auch der Grund sein, dass diese Leistungsform kaum verbreitet ist, wenigstens in bestimmten Bereichen, obwohl es sie - die Modellphase eingerechnet - länger gibt als die Hartzreformen. Sozial isolierte Personen erfahren vielleicht gar nicht von der Möglichkeit, auch kann es durch die isolierte Antragsgestaltung bei einem Kostenträger dazu kommen, dass zustehende Leistungen übersehen werden. Ein wenig erweckte sich auch der Eindruck, dass die öffentlichen Träger (Ämter) die Leistungsberechtigten zu sehr mit der selbstständigen Wahlfreiheit konfrontieren. Es besteht jedoch auch bei bestimmten Erkrankungen wie einer Sucht ein erhöhtes Risiko, dass das Geld zweckentfremdet wird. 

 

Weitere Informationen erhalten Sie hier: 

Fragen und Antworten des Bundesministerium für Arbeit & Soziales

 

Broschüre des BMAS "Das trägerübergreifende Persönliche Budget" in normaler Sprache

 

Broschüre des BMAS "Das trägerübergreifende Persönliche Budget" in leichter Sprache 

 

Und auch in der Linksammlung sind weitere Informationen abrufbar

Ihre Kontaktmöglichkeiten

Flyer MOL
Flyer_V 15.0 MOL.pdf
PDF-Dokument [298.5 KB]

Ihr Kontakt zu uns 

 

oder Schreiben Sie eine Email

 

post@einzelfallhilfe-mol.de

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zuletzt bearbeitet 02.09.2017